////Folienrasierer und Rotationsrasierer im Vergleich

Was sind die Unterschiede zwischen einem Folienrasierer und einem Rotationsrasierer?

Sehr oft hört man die Begriffe in Verbindung mit einem elektrischen Rasierer und fragt sich worin der wesentliche Unterschied besteht? Ob es vielleicht auch Unterschiede in der Rasur gibt und was man vor dem Kauf beachten sollte?

Die Anfänge der elektrischen Rasierer!

Mit der Erfindung kleinerer Elektromotoren gelang es im Jahre 1937 der Firma Remigton den ersten handlichen Elektrorasierer mit Scherfolie auf den Markt zu bringen. Das war zur damaligen Zeit ein riesen Fortschritt und das niederländische Unternehmen Philips entwickelte 2 Jahre später einen Elektrorasierer mit 3 separaten Klingenköpfen. Bis heute werden beide Rasiersysteme eingesetzt und beherrschen den Markt. Jedoch kann man nicht sagen, welches Rasiersystem sich durchsetzen konnte, denn beide haben bis heute ihre Daseinsberechtigung.

Ich konnte in meinem Leben schon beide Systeme testen und ich kann nicht wirklich sagen, welches System besser ist. Vielmehr kommt es darauf an, welchen Bartwuchs ihr habt bzw. wie empfindlich eure Haut ist.

Der Folienrasierer!

Auffällig beim Folienrasierer ist seine Bauform. So besitzt der Scherkopf 2 Folien (Braun) oder 4 Folien (Panasonic). Die Scherfolie ist hauchdünn und unter ihr bewegen sich die Klingen in einer seitwärts-oszillierend. Im Gegensatz zu Braun setzt Panasonic hierbei auf einen Linearmotor, welcher die Klingen elektromagnetisch in Schwingung versetzt. Dadurch können mehr Schneidbewegungen erzeugt werden und die Leistung bleibt konstant, auch wenn der Akkustand niedrig ist.

Die Scherfolie hat gewöhnlich unterschiedlich große Löcher, damit jede Barthaargröße hindurch passt, die dann durch die Bewegung der Klingen abgeschnitten werden. Einen Folienrasierer sollte man deshalb in geraden Bahnen über die Haut gleiten lassen. Durch die Auf- und Abwärtsbewegung des Rasierers, werden die Barthaare gerade zugeführt können somit die Scherfolie besser durchdringen.

Der Rotationsrasierer!

Der Rotationsrasierer bedient sich einer anderen Bauform als der Folienrasierer. Sein Scherkopf besteht aus 3 verschieden Rotationsklingen, welche in einem Dreieck angeordnet sind. Alle 3 Rotationsklingen sind einzeln gelagert und können sich dadurch sehr gut an Gesichtskonturen anpassen. Philips hat seine Rotationsrasierer stetig weiterentwickelt und es ist wirklich erstaunlich, was diese kleinen Klingen leisten. Das beste Rasurergebnis erhält man, wenn man mit kreisenden Bewegungen über die Gesichtsheut gleitet. Dadurch können mehr Barthaare von den 3 rotierenden Klingenköpfen erfasst werden und das Ergebnis ist eine glatte und geschmeidige Haut.

Rotationsrasierer

Folienrasierer

Mein Fazit:

Beide Systeme vereinen Vor- und Nachteile. Der Folienrasierer ist in der Regel etwas lauter als Rotationsrasierer und in der Halsregion wird man öfter über die Bartstoppeln rasieren müssen, als mit dem Rotationsrasierer.

Wer jedoch Wert auf Konturen legt und vielleicht ein Barträger ist und nur die Wangen und den Halsansatz rasieren möchte, den würde ich vielleicht eher zu einem Folienrasierer raten, denn durch den geraden Scherkopf, fällt es einem leichter die Linien zu rasieren.

Bei einem weichen Bartwuchs, wo die Barthaare in verschieden Richtung stehen, ist einen Rotationsrasierer sinnvoller, da man in kreisenden Bewegungen rasiert und dadurch die wild umherliegenden Barthaare besser erfasst. Mir ist jedoch aufgefallen, dass bei längerem Barthaar (bei mir waren es 3 Tage), der Philips etwas ziept und zwickt. Er kommt mit kürzerem Barthaar besser zurecht. Das ist natürliche eine subjektive Einschätzung und kann bei jedem anders sein.

Bei einem Stoppelbart bzw. starken Bartwuchs, würde ich zu einem Folienrasierer tendieren. Denn durch die geradlinige Auf- und Abwärtsbewegung während der Rasur, können die starken Bartstoppeln besser die Scherfolie durchdringen und die Rasur wird dadurch sehr gründlich.

2018-09-01T00:36:55+00:00